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"Wie ich ein Flugzeug wurde"

Nach dem durchschlagenden Erfolg des Buches unseres Redakteurs J. Hebel hat nun unser Redakteur Johann H. die Gelegenheit, ein exklusives Interview über die Entstehungsgeschichte dieses Meisterwerks zu führen.

Wegen der Körpermaße von Herr Hebel führen wir das Interview ausnahmsweise im Freien. Eine weitere Herausforderung stellte das heranbringen der Protokollsklaven für das Mitmeißeln des Gesprächs auf unseren innovativen Steintafeln dar. Aber lesen Sie selbst.


RausGAG: Hallo Herr Hebel, es ist uns eine Ehre, mit Ihnen sprechen zu dürfen. Und das, obwohl Sie inzwischen… nun ja, ein Flugzeug sind. Wie funktioniert das überhaupt?

Hebel: Ach, mit ein bisschen Improvisation geht alles. Sie haben es ja clever gelöst: ein Kran, ein Funkgerät und eine Leiter, die so lang ist, dass sie wahrscheinlich aus einem Märchenbuch stammt. Ich hoffe nur, dass die Tauben auf meiner Tragfläche nicht während des Interviews einen Sturzflug üben.

RausGAG: Ein starkes Bild. Aber zurück zum Anfang: Wie kamen Sie auf die Idee für "Wie ich ein Flugzeug wurde"?

Hebel: Es war ein ganz typischer Moment: Ein Zug der Deutschen Bahn stand irgendwo mitten im Nirgendwo, mit dem Hinweis: „Unvorhergesehene Verzögerung.“ Ich schaute aus dem Fenster, sah eine Boeing 747 am Himmel und dachte: „Das könnte denen nie passieren!“ Das war der Moment, in dem ich wusste, ich will ein Flugzeug sein.

RausGAG: Verständlich. Aber haben Sie bei der Umsetzung nie gezweifelt? Flugzeuge – insbesondere Boeings – haben ja oft ihre Probleme.

Hebel: Oh, absolut! Ich meine, ich liebe meine Tragflächen, aber wenn ich höre, dass Boeings öfter mal Softwareprobleme haben, mache ich mir Sorgen, ob die Bordkaffeemaschine nicht plötzlich die Kontrolle übernimmt. Und dann dieser ständige Wartungsdruck: Mein rechtes Triebwerk klingt schon wie eine alte Waschmaschine.

RausGAG: Aber Flugzeug zu sein hat doch sicher auch Vorteile, oder?

Hebel: Definitiv! Ich habe jetzt immer Platz – mein Bauch ist der ideale Frachtraum. Und endlich kann ich Snacks ohne Ende mitnehmen, ohne jemandem die Armlehne streitig zu machen. Außerdem bin ich der Star bei jedem Ausflug. Mein bester Freund ruft einfach an und fragt: „Mallorca heute Abend?“ Und schon heize ich die Turbinen vor.

RausGAG: Und Ihre Freunde? Kommen die gut mit Ihrer neuen Form klar?

Hebel: Die lieben es! Mein Nachbar hat mich einmal gebeten, bei seinem Umzug zu helfen. Ich habe sein Sofa direkt in meinen Frachtraum gepackt und wir waren in Rekordzeit da. Ein anderer Freund plant, seinen Geburtstag in mir zu feiern – mit Aussicht auf den Sonnenuntergang.

RausGAG: Aber es gab sicher auch Herausforderungen, oder?

Hebel: Oh ja, viele! Einmal wurde ich von einer Gruppe Kinder für ein Museums-Flugzeug gehalten. Boah, wenn das einmal losgeht, dann kommt man da für den restlichen Tag nicht weg! Und letztens hat jemand versucht, meinen linken Flügel als Grillfläche zu nutzen – ich sage nur: „Achtung, heiße Oberfläche!“ Außerdem finde ich nie einen Parkplatz. Selbst auf Flughäfen heißt es manchmal: „Dieser Bereich ist für Flugzeuge mit höherer Priorität.“

RausGAG: Apropos Priorität: Gibt es schon Pläne für eine Fortsetzung Ihres Buchs?

Hebel: Natürlich! Der nächste Teil heißt "Wie ich ein Flughafen wurde". Es wird ein Drama über die Herausforderungen, Duty-Free-Shops zu betreiben, ohne von Terroristen in die Luft gejagt oder mit Klimaschützern vollgeklebt zu werden. Danach kommt "Wie ich ein Space Shuttle wurde", weil ich finde, dass die Welt bereit für meinen intergalaktischen Durchbruch ist.

RausGAG: Ambitioniert! Haben Sie noch eine letzte Botschaft an Ihre Leser?

Hebel: Auf jeden Fall: Egal, ob Zug, Flugzeug oder Rakete – werdet, was auch immer ihr wollt. Und wenn es mal holprig wird, sagt einfach, es sind „Turbulenzen“. Dann sieht’s nach Plan aus.

RausGAG: Herr Hebel, vielen Dank für dieses Höhenflug-Interview. Wir wünschen Ihnen allzeit guten Flug!

Hebel: Danke! Und falls ich mal über Ihrer Redaktion kreise, bitte keine Drohnen schicken. Die sind unverschämt frech!


Dieses wunderbare Interview gibt einen grandiosen Einblick in die wundersame Verwandlung des Johann Hebel. Falls Ihr Interesse nun geweckt ist, finden Sie bald in unserem Shop exklusiv sowohl das Buch als auch ein Bausatz zum Nachmachen der märchengleichen Metamorphose.

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Johann Hebel <p>Unser Redakteur J. H. bestreitet gemeinsam mit Chefdiktator A.N. die Kernkompetenz der RausGAG-Redaktion. Durch sein Buch "Wie ich ein Flugzeug wurde" erlangte er internationale Aufmerksamkeit. Mit seiner Assistentin Betty verwaltet er einige der in RausGAG eingegliederten Zeitungen wie zum Beispiel den "H&ouml;fischen Beobachter".</p>